Sporthalle am Schuldorf (Wettbewerb)

Wettbewerb 1.Preis
Fertigstellung Mai 2015

Leitidee

Das Gebäude greift Elemente der Umgebung auf:
Man findet Schutz unter einem dichten grünen Dach mit hölzernen Baumkronen und erblickt zwischen den schiefen Baumstämmen hin und wieder ein Stückchen Mauerwerk. … und interpretiert diese in Form der verwendeten Baustoffe neu: Man findet Schutz unter einem dichten begrünten Dach, getragen von Holzleimbindern und erblickt zwischen den schiefen Baumstämmen hin und wieder ein Stückchen Mauerwerk.


Städtebauliche Einbindung / Natur-, Landschafts-, Denkmalschutz

In Lage und Ausrichtung vermittelt das neue Gebäude zwischen dem versteckt liegenden Schuldorf und der Öffentlichkeit (repräsentiert durch die L 3103). Die freie Gebäudekomposition des Schuldorfs findet unter Beibehaltung der vorhandenen Wege, Gelände- und Blickbeziehungen einen neuen baulichen und räumlichen Abschluss. Gleichzeitig entsteht ein geordneter Auftakt bzw. ein neues Entree, welches die Aussenwirkung des Schuldorfs deutlich verstärkt.


Verkehr / Erschliessung

Auf eine zusätzliche Buszufahrt direkt von der L 3103 wird zunächst bewusst verzichtet. Die geplante Anordnung der Parkplätze ermöglicht jedoch jederzeit eine diesbezügliche Nachrüstung. Vor dem Gebäude entsteht ein großzügiger Platz, modelliert durch Sanddünen und eine organisch geformte Überdachung im Bereich der Bushaltestelle. Direkt an diesem Vorplatz liegt der Haupteingang des Gebäudes; zur L 3103 hin ist ein Nebeneingang angeordnet, der es auch ermöglicht, den Raum für die Vereine getrennt zu erschliessen. Das Gebäude wird soweit eingegraben, dass Besucher das Gebäude im OG ebenerdig betreten können; die Sportler erreichen die Umkleideräume und die Halle über eine zentrale, von oben belichtete Freitreppe sowie einen Aufzug.


Räumliche Organisation / Fassadengestaltung / Energetik

Durch das Eingraben der Halle sind die wesentlichen Funktionen im UG angeordnet. Somit können die raumbegrenzenden Bauteile, kostengünstig und energieeffizient geschlossen ausgebildet werden. Im OG befinden sich die öffentlichkeitswirksamen Räume (Mehrzweckraum, Garderobe, Besucher-WC).
Abgesehen vom Sanitärkern (Mauerwerk) sind die raumbegrenzenden Bauteile im OG transparent ausgebildet. Durch den großen Dachüberstand ist ein natürlicher Sonnenschutz gewährleistet und gleichzeitig werden überdachte Fahrradabstellplätze geschaffen. In den Bereichen, in denen der Dachüberstand nicht ausreicht, um Blendungen im Sportbetreib zu vermeiden, ist ein beweglicher Sonnenschutz (Raffstores) vorgesehen. Die Oberlichter auf dem Dach sind im Hinblick auf die Bauunterhaltung in transluzenter Ausführung vorgesehen (Milchglas). Somit wird die Halle insgesamt aufgehellt und es treten keine Blendungen bzw. störende Licht-Schatten-Spiele in der Halle auf.
Die geneigten Flächen der Oberlichter werden mit Photovoltaikfolien ausgeführt.