Erich-Kästner-Schule Bürstadt

Fertigstellung: 2015 (1.BA)
Bauherr: Landkreis Bergstraße
Arbeitsfelder in diesem Projekt:
Gebäudeplanung, Bauleitung

Die Erich Kästner-Schule in Bürstadt ist eine kooperative Gesamtschule des Kreis Bergstrasse und verfügt über einen Hauptschul-, Realschul - und Gymnasialzweig für insgesamt ca. 1140 Schüler. Das Bestandsgebäude wurde ursprünglich im Jahr 1971 in drei Abschnitten erstellt. Eine Sporthalle, ein Hausmeisterhaus und ein Klassenanbau wurden später ergänzt und bleiben von der Sanierung unberührt. Bereits im Jahr 2009/2010 wurde eine komplette Dachsanierung durchgeführt, die Mediathek saniert und die Mensa mit Kiosk als Sanierung mit Erweiterung umgesetzt.

Der Kreis Bergstrasse entschied sich 2012 für eine Gesamtsanierung des Gebäudeinneren sowie der Fassade, aufgeteilt in vier Bauabschnitte mit Baubeginn 2013. Dafür wurde eine Schadstoffsanierung vorgenommen und das Gebäude bis auf den Stahlbeton-Rohbau zurückgebaut. Es sollen 36 Klassen realisiert werden. Weitere 8 Klassenräume existieren bereits im vorhandenen Erweiterungsbau.

Insgesamt wird die Kubatur des Gebäudes durch den verbleibenden Rohbau erhalten, jedoch finden durch verschiedene Maßnahmen aufwertende Veränderungen statt. Die zwei genutzten Hauptzugänge werden durch Farbe und Kubatur sowie einen neuen Schriftzug deutlich markiert und auch die Erschließung innerhalb des Gebäudes wird begradigt um die Orientierung im Gebäude zu erleichtern. Um die Fluchtweglängen entsprechend einzuhalten werden Sichtbeton-Fluchttreppenhäuser vor der hinterlüfteten Außenfassade ergänzt. Diese stechen aus der farblich zurückhaltenden, das Gebäude optisch zusammenziehenden Fassadenfläche markant hervor. Zusätzlich zu zwei vorhandenen Lichthöfen werden ein dritter und vierter Innenhof ins Gebäude eingeschnitten.

Es ergeben sich neue Außenbezüge für die Flure und ganzheitlich tageslichtdurchflutete Klassenräume. Im Sinne der Barrierefreiheit wird am Lichthof nahe der Verwaltung ein Aufzug ergänzt. Dieser wird von der neuen Fassade umfasst und in die Gebäudehülle integriert. Die Raumverteilung wird optimiert und zusammengehörige Nutzungen werden nebeneinander angeordnet.

Kunst- und Werkräume befinden sich ebenerdig auf der Südseite, Musikräume in direkter Nachbarschaft zum großzügigen Mehrzweckraum der als Versammlungsstätte deklariert wurde. Die Naturwissenschaften werden für die Logistik des Bauablaufs und der erforderlichen Leitungsführung über Dach ins Obergeschoss verlegt. Bereits sanierte Bereiche wie Mediathek und Mensa mit Kiosk bleiben unverändert erhalten.